Katrin Fehlau - Ihre LIeblingsklienten kennen

Ihre Lieblingsklienten kennen – drei nützliche Impulse

Kategorie(n): Coaching | Profil

Die Passung zwischen Coach und Klient zählt gemäß der aktuellen Coaching-Marktanalyse von Christopher Rauen zu den wichtigsten Auswahlkriterien für einen Coach. Dem entsprechend geht es in diesem Beitrag um die Frage, wie Sie herausfinden, welche Klienten am besten zu Ihnen passen.

Zu dem Aspekt „Passung zwischen Coach und Klient“ kann man meines Erachtens die ebenfalls in der Marktanalyse genannten Aspekte „Sympathie“, „Menschenbild + Haltung“ sowie „Integrität/Vertrauenswürdigkeit“ hinzunehmen. Damit sind es in Summe eine ganze Menge Auswahl-Gründe, die eng mit der Persönlichkeit des Coaches verknüpft sind.

Gute Coaches haben idealerweise nicht nur ein gutes Set an Methoden parat, sondern haben sich im Rahmen ihrer Professionalisierung auch der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gewidmet. Dennoch fällt es kaum einem leicht, in drei Sätzen auf den Punkt zu bringen, was ihn als Persönlichkeit in der professionellen Rolle besonders auszeichnet. Oder anders gesagt, wie Kunden ihn erleben und was sie besonders an ihm schätzen.

Basis für authentische Selbstdarstellung

Das zu wissen, ist nützlich, denn es hilft Ihnen, ein authentisches Bild von sich auf Ihrer Website und Ihrem LinkedIn-Profil (sowie ggf. anderen Medien) zu zeichnen. Idealerweise vermitteln Sie Ihrem potentiellen Kunden bereits hier den Eindruck, dass Sie für ihn passen könnten. Bestätigt sich dieses Bild dann im persönlichen Kontakt, steht einer Beauftragung kaum mehr was im Weg.

Zugleich hilft es Ihnen aber auch, Klarheit darüber zu gewinnen, welche Kunden – umgekehrt – für Sie die passenden sind. Für wen Sie richtig gerne arbeiten, mit wem Sie die Arbeit – nicht nur unter finanziellen Aspekten – bereichernd finden.

1. Das passende Biotop definieren

Da stellt sich zunächst einmal die Frage, in welchem Umfeld, mit welchen Menschen Sie sich natürlich und sicher bewegen können. Coaches, die bislang ausschließlich in Sozialeinrichtungen oder öffentlichen Verwaltungen tätig waren, fühlen sich in Unternehmen der freien Wirtschaft oft unsicher. Umgekehrt tut sich ein Coach mit einem Banking & Finance-Hintergrund gegebenenfalls in karitativen Einrichtungen schwer. Natürlich gibt es auch Coaches, die sich in jeder Kultur souverän bewegen können. Gleiches gilt im Übrigen für die Frage nach dem Geschlecht und der Hierarchiestufe des Klienten. Es gibt Menschen und damit eben auch Coaches, die Berührungsängste haben, die sich nicht ohne weiteres überwinden lassen und gegebenenfalls auch gar nicht zwingend überwunden werden müssen.

Eine gewichtige Rolle spielen auch Ihre Werte. Wenn Ihr Kunde völlig andere Werte als Sie vertritt, wird die Zusammenarbeit sehr mühsam. Das lässt sich meist schon im Vorgespräch erkennen ohne erstmal eine Wertearbeit durchführen zu müssen. Es sind aber auch noch eine Menge andere Aspekte, die wie gesagt, viel mit Ihrer Persönlichkeit zu tun haben.

2. Ihre Kundenliste durchleuchten

Erstellen Sie mal eine Liste Ihrer Coaching-Klienten aus den vergangenen Jahren. Sollten Sie noch nicht auf viele Jahre als Coach zurückblicken können, erstellen Sie eine Liste Ihrer Übungsklienten und ersten Klienten und gegebenenfalls auch Menschen, für die Sie in vorherigen beruflichen Kontexten tätig waren. Überlegen Sie, mit wem Sie besonders gut arbeiten konnten. Woran hat es gelegen? Wie offen und wertschätzend sind Sie miteinander umgegangen? Hat Ihnen die Arbeit mit Kunden dann mehr Freude gemacht, wenn Sie besonders gefordert waren? Oder haben Sie es lieber ein wenig entspannter? Welche Themen finden Sie spannend? Was konnten Sie mit Ihrer Arbeit bewirken?

Ganz sicher wird es Ihnen gelingen, mindestens drei Lieblingskunden aus Ihrem Rückblick zu fischen. Was haben sie gemeinsam? Was sind die Kriterien, die diese Kunden für Sie zu Lieblingskunden machen? Was für ein Gefühl stellt sich ein, wenn Sie an diese Kunden denken?

Auf diese Weise kann sich ein sehr klares Bild von Ihren Wunschkunden herausbilden. Ein Bild, das in Ihnen verankert ist und damit eine gute Basis bildet, um genau die Kunden auf sich aufmerksam zu machen, die zu Ihnen passen.

3. Kunden befragen

Last but not least empfehle ich, stets auch Ihre Kunden zu befragen. Warum haben sie sich für Sie und nicht jemanden anderen als Coach entschieden? Was war für sie besonders wertvoll in der Zusammenarbeit? Was haben sie an Ihnen als Coach geschätzt?

All das zu wissen ist überaus nützlich. Zum einen natürlich, um sich selbst kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Zum anderen, um Ihre besonderen Qualitäten selbstbewusst zur Geltung und ins Schaufenster stellen zu können. Idealerweise untermauert durch entsprechende Kundenzitate auf Ihrer Website sowie in Portalen.

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Die Studie von Christopher Rauen können Sie hier kostenfrei downloaden.

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